Goldakupunktur

 
 
 
 
 
Am Ende dieses Artikels steht Ihnen dieser auch zum Download zur Verfügung
 
 
Goldakupunktur – eine Spezialform der Klassischen Akupunktur nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
 
Anwendungen in der Veterinärmedizin
 
Neben der normalen Akupunktur mit Nadeln oder Laser gibt es eine besondere Form der Akupunktur: die Goldakupunktur, das Einsetzen von 24 – karätigem Gold in bestimmte Akupunkturpunkte. Hierbei handelt es sich um eine Therapie, die die sogenannte „Schulmedizin“ ergänzt.
Die Methode wurde in den USA von DVM Terry. E. Durkes En der 70er Jahre entwickelt und seither an Tausenden Hunden in den USA, Dänemark, der Schweiz, Österreich und Skandinavien durchgeführt und gelangte Anfang der 90er Jahre auch in den deutschsprachigen Raum.
Auf häufig gestellte Fragen finden Sie hier erste Antworten.
 
Welche Erkrankungen können behandelt werden?
 
Vor allem chronische Gelenkbeschwerden, die für den Hund sehr schmerzhaft sind und zu Bewegungseinschränkungen führen. Dabei werden ältere Hunde gleichermaßen therapiert wie junge Hunde.
Am häufigsten betroffen sind die Hüften infolge einer HD (Hüftgelenkdysplasie). Aber auch andere Arthrosen anderer Gelenke (Knie, Sprunggelenk, Ellenbogen, Schulter usw.) sowie Verknöcherungen der Wirbelsäule (Spondylosen) können behandelt werden.
Um realistisch zu bleiben:
Aus einem alten Hund machen wir keinen jungen Hüpfer mehr, aber die Lebensqualität steigt deutlich an. Der Hund will wieder spazieren gehen, nimmt am Leben der Bezugsperson teil und wirkt deutlich fröhlicher.
Bei jungen Hunden zielen wir darauf ab, eine physiologische Bewegung zu erreichen - und das ein Leben lang
 
Wie wirkt die Goldakupunktur?
 
Diese besondere Therapieform ist keine reine Schmerztherapie in dem Sinn, dass nur der Schmerz genommen wird wie bei einem konventionellen Schmerzmittel. Vielmehr wird durch die permanente Einwirkung über den Akupunkturpunkt der Stoffwechsel des erkrankten Gelenkes und der Muskulatur verbessert. Die Folge ist eine tatsächliche Schmerzlinderung- bzw. befreiung.
 
Durch begleitende Physiotherapie wird die Muskulatur wieder aufgebaut. Das trägt zum Langzeiteffekt der Methode bei.
Die Goldakupunktur behandelt nicht ein Gelenk oder einen Schmerz, sondern den gesamten Bewegungsapparat!
Ist die Therapie erfolgreich, stellt sich nicht nur eine insgesamt bessere Beweglichkeit ein, sondern der Hund wird deutlich munterer: Lebensqualität und Lebensfreude nehmen zu.
Die Akupunktur mittels Goldimplantaten ist jedoch nur selten in der Lage, die Veränderungen an den Gelenken (z.B. im Röntgenbild sichtbare Arthrosen) zu beseitigen, was aber auch die Schulmedizin nicht leisten kann.
In den meisten Fällen ist nach der Goldakupunktur keine Schmerzmittelgabe mehr nötig, in wenigen Fällen kann die Dosis deutlich reduziert werden. Natürlich gibt es auch Fälle, bei denen die Goldakupunktur nicht hilft, diese Zahl liegt jedoch bisher bei unter 5%.
Die Goldakupunktur zieht letztlich eine Veränderung bzw. Normalisierung des Gangbildes nach sich, was sich nachhaltig positiv auf Muskulatur und Gelenke auswirkt. Es entstehen meist keine weiteren knöchernen Zubildungen an den Gelenken (Arthrosen).
 
Wie lange wirkt die Goldakupunktur?
 
Diese Therapie ist ein einmaliger Eingriff. Nach bisherigen Erfahrungen mit dieser Methode wirkt sie ein Hundeleben lang.
Durch Röntgen - Kontrollaufnahmen ist festgestellt worden, dass das Gold im Körper nicht wandert und sich auch nicht "verbraucht".
 
Welche Nebenwirkungen gibt es?
 
Im Gegensatz zu anderen Verfahren, ein Gelenk möglichst schmerzfrei zu machen, sind bei der Goldakupunktur bisher keine Nebenwirkungen aufgetreten. Selbst eine Nachsorge wie bei konventionellen Operationen ist nicht nötig. Es bleiben keine Narben zurück.
 
Welche Risiken bestehen?
 
Die Risiken sind bei fachkundiger Ausführung sehr gering. Um das Gold an die Akupunkturpunkte zu bringen, ist in der Regel keine Vollnarkose notwendig. Der Hund erhält lediglich eine starke Beruhigungsspritze, die auch ältere Hunde sehr gut vertragen und die mit einem Gegenmittel wieder aufgehoben werden kann.
Die Goldakupunktur sollte nur von solchen Kollegen durchgeführt werden, die über eine langjährige Erfahrung in der Akupunktur verfügen. Die reine Technik zu erlernen ist nicht allzu schwierig, die richtige Anwendung im individuellen Fall verlangt dagegen fundierte Hintergrundkenntnisse in der Anatomie, Akupunktur bzw. TCM.
 
Was ist, wenn die Goldakupunktur nicht den gewünschten Erfolg hat?
 
In diesen sehr seltenen Fällen behindern die Goldstücke eine weitere chirurgische oder medikamentöse Therapie nicht. Aber auch in den wenigen Fällen, wo die Beweglichkeit nicht deutlich gebessert wurde, stellten die Tierbesitzer doch ein besseres Allgemeinbefinden fest.. Es wird zwar lokal behandelt, aber die Wirkung erstreckt sich auf den gesamten Organismus im Sinn der Ganzheitlichen Therapie.
 
Wie wird die Goldakupunktur durchgeführt?
 
Nach einer sorgfältigen Diagnose mit Hilfe der Gangbildanalyse, orthopädischer Untersuchungen, Triggerpunktdiagnostik, Röntgen... werden dem Hund in einer tiefen Sedation an unterschiedliche Akupunkturpunkte des erkrankten Gelenkes, aber auch an sogenannte Fernpunkte Goldstückchen implantiert.
Dazu werden mit einer speziell entwickelten Injektionstechnik ca. 1mm starke und 1 - 3 mm lange Gold- in machen Fällen auch Platinstücke gesetzt. Diese wachsen reaktions- und schmerzlos in das Gewebe ein.
Abschließend wird bei Bedarf eine Röntgenaufnahme angefertigt, um den richtigen Sitz der Goldstückchen zu überprüfen.
 
Welche Nachbehandlung ist erforderlich?
 
Nach 2 Tagen bis zu 2 Wochen können die positiven Veränderungen beim Patienten beobachtet werden.. Die Schmerzen nehmen deutlich ab oder verschwinden gänzlich.
 
Diese Phase wird genutzt, um das normale Gangmuster wieder zu erlernen.
Das heißt, der Hund wird ca. 14 Tage an der Leine im Schritt geführt.
Im Schritt muss das Gelenk aus eigener Muskelkraft "durchbewegt" werden. Der kontrollierte Schritt minimiert die Muskelbeschwerden, die bei zu schnellem Training entstehen können.
Man sollte diese Spaziergänge 2-3x täglich durchführen, solange es die Kondition des Hundes und des Besitzers zulässt.
 
Muskeln, die jahrelang nicht oder kaum beansprucht wurden, werden jetzt erstmalig wieder durch die Normalisierung des Gangbildes benutzt. Deshalb kann es manchmal zu "Muskelkater" kommen. Hier ist eine lockere Massage hilfreich.
 
Nach 10 bis 14 Tagen erfolgt mit einem speziellen Trainingsprogramm der weitere Muskelaufbau.
Weitere Kontrollen finden nach 2 Monaten und nach einem halben Jahr statt.
 
 
 
 
Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Termin mit uns.
 

AnhangGröße
Goldakupunktur.doc35 KB